La Palma-Insel der Roten Erden

1 Posted by - 4. August 2015 - Atelier
Erde gehört zu den elementarsten Bestandteilen unseres Lebens. Schon als Kind entdeckte ich die Erde für mich, wenn ich im Sommer barfuß durch mein polnisches Dorf lief. Ich spürte, ob sie trocken, nass, sandig, steinig, hart oder weich war. Ich kroch auf ihr herum und ritzte mit Stöckchen  ornamentale Zeichnungen in ihre Oberfläche. Ich fühlte zwischen meinen Händen, ob sie zum Formen taugte und baute mir aus feuchtem Lehm meine ersten kleinen Welten.
Seitdem ich nun als erwachsene Frau auf der Insel La Palma wohne, spüre ich wieder dieselbe starke, kindliche Neugierde, die Erde und alles was sie an Natur offenbart, in die Hand zu nehmen. Auf Schritt und Tritt begegne ich auf dieser kleinen Insel ihren vulkanischen Ursprüngen, die sich in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen manifestieren. Die tiefen Schlünde der Barrancos, zerborstene Gesteine und erstarrte Lava sind überall präsente Zeugen von den ungeheuren Naturgewalten, welche die Erdkruste aufgebrochen haben. Diese ungeheure Kraft und Energie ist überall sichtbar und spürbar.
Von besonders auffälliger Schönheit sind die roten Ocker, deren Farbspiele auf Eisenoxiden basieren. Bereits in der Altsteinzeit wurden sie als rote Pigmente von den Menschen verwendet, zur Bemalung der Körper oder auch der Felsenhöhlen. Auf La Palma kommen Erdfarbtöne in den feinsten Differenzierungen vor – von Gelb über Ockerfarben bis hin zu leuchtenden und intensiven Rot- und Rotbraun-Tönen.

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